Rundenbericht 06/2018

Wettbewerbs-Organisatoren erringen nur drei Punkte

Ferdinand Hauck

Der Internationale Bayreuth-Wettbewerb bremst das Bundesliga-Team der Luftsportgemeinschaft leicht aus. Während Alexander Müller, Heiko Hertrich, Uwe Förster, sowie Georg und Johannes Baier an die Wettbewerbsstrecken gebunden sind, kamen einige andere wie Sportleiter Wolfgang Clas gar nicht zum Fliegen, weil sie organisieren mussten. Am Ende der sechsten Bundesliga-Runde können die Bayreuther mit nur drei Punkten glücklich sein, Tabellenplatz zwei in Bundes- und Weltliga zu halten.

Das Wochenend-Wetter an sich war schon nicht einfach für die Segelflieger: Am Samstag wurde das Wettbewerbs-Feld mit den meisten Bayreuther Bundesliga-Piloten, die Offene Klasse, ausgerechnet dort ausgebremst, wo auch die Bundesliga-Wertung erwartet worden war: südlich von Nürnberg auf der Fränkischen Alb. Heiko Hertrich wurde damit Opfer einer neuen Regel, die er als Segelflieger ohne Hilfsmotor seit langem selbst gefordert hat: Für die Bundesliga gewertet werden seit diesem Jahr nur noch Flüge, die den Heimweg bis min. 15 km auf den Startflugplatz im reinen Segelflug schaffen. Damit konnten aus dem Teilnehmer-Feld des Wettbewerbs nur noch die Flüge von Alexander Müller, Uwe Förster und dem österreichischen LSG-Gast Sebastian Eder gewertet werden. Aber dieses Trio musste ebenfalls durch das langsame Wetter und war daher für eine gute Wertung nicht schnell genug.

Immerhin konnten Andreas Baier und Farshad Nowrouz abseits des Wettbewerbsgetümmels in Bamberg bzw. Kulmbach starten. Baier konnte mit seinem Flug zwischen Rhön und Fichtelgebirge immerhin 106,2 km/h für die Liga-Wertung beisteuern, die Wertung wurde dann durch die Wettbewerbsflüge von Uwe Förster (Ligawertung 91,62 km/h) und Sebastian Eder (Ligawertung 90,41 km/h) vervollständigt.

Sonntag wurden diese Werte nicht besser, da die Gewitterwarnungen nur verkürzte Wettbewerbsflüge zuließen und die 2,5 schnellen Liga-Stunden nicht zu erreichen waren. Immerhin waren am Ende dieser Runde 11 von 89 gewerteten Flügen der ersten Bundesliga Wettbewerbsflüge aus Bayreuth.

Das ergab in einem wesentlich besseren Liga-Umfeld nur Rundenplatz 18 mit drei Punkten. Hauptkonkurrent LSR Aalen hat jedoch nur einen einzigen Punkt geschafft, da die Schwäbische Alb ebenfalls unter Gewittern lag. Damit rückt Bayreuth auf zwei Punkte an Aalen heran, das Führungsduo wird aber vom Verfolgerfeld wieder eingeholt.

Rundensieger wurde der LSV Burgdorf mit 362,98 km/h. Als Rundendritter hat Aufsteiger AC Lichtenfels mit 327,55 km/h gezeigt, was in Oberfranken möglich war. Der AC Bamberg liegt mit 310,87 km/h auf Rundenplatz 12.

International reicht die Bayreuther Wertung nur für einen Punkt, ebenso wie die Aalener Tabellenführer. Der eine Punkt Abstand bleibt auch hier erhalten, Bayreuth bleibt auf Rang zwei der Hauptverfolger. Rundensieger der World-League wurde ebenfalls Burgdorf. Die amerikanischen Konkurrenten konnten wie die Tabellenführer nur einen Punkt erringen. Aber auch in der World League rückt das Feld durch die schwache Leistung der gesamten Tabellenspitze erheblich zusammen.