Rundenbericht 08/2017

Samstag gut, Sonntag flop

Ferdinand Hauck

Schon zum dritten Mal wiederholen sich die Ereignisse für die Bayreuther Bundesligapiloten. Samstags können sie gut punkten, Sonntags wird das gute Halbzeitergebnis von der Konkurrenz zunichte gemacht. Am Ende bleibt wieder nur ein enttäuschender 18. Rundenplatz übrig. Nur drei Punkte bedeutet dies für die Tabelle und damit ein Abrutschen auf Platz 6 – und das nach einer sehr guten Woche für die LSG.

Donnerstag und Freitag haben die Bayreuther jeweils die ersten Plätze der weltweiten Tageswertung eingenommen, darunter Clemens Pape mit seinem ersten Flug über 1.000 km und Alexander Müller mit über 1.200 km. Freitags gingen gar die ersten fünf Plätze an den Bindlacher Berg. Doch für die Bundesliga zählt nur Samstag und Sonntag – da ließ das Wetter wieder nach.

Nach diesen Flügen über 10 Stunden war ein Teil der Mannschaft entsprechend ausgelaugt und wollte die Wochenendflüge für die Bundesliga den Anderen überlassen. Damit standen am Samstag nur fünf und Sonntag sogar nur drei Piloten am Start.

Bernd Löser versuchte einen frühen Start, scheiterte aber schon bei Pegnitz auf seinem Weg nach Süden. Erste Regenschauer versperrten den ersten langen Schenkel. Davon gewarnt begaben sich Heiko Hertrich und Martin Brühl auf einem mehr nach Osten angelegten Flugweg, um später über Weiden und Cham bis zum Bayerischen Wald zu gelangen. Dort kehrten beide um und mussten durch eine Regenwand zurück nach Bayreuth fliegen. Immerhin waren 83,1 km/h für Brühl und 81,5 für Hertrich die Ausbeute. Andreas Baier war mittlerweile Richtung Westen unterwegs, sah ab Bamberg aber auch kein rechtes Vorankommen mehr und schloss seinen Flug als dritter im Bunde der Bundesligamannschaft mit 70,0 km/h ab. Die erzielte Mannschaftsleistung von 240,7 km/h reichte immerhin für den Halbzeitplatz 4 aus, was sogar eine vorläufige Verbesserung der Tabellenplatzierung darstellte.

Da sich der Sonntag in Oberfranken in der Wettervorhersage total verregnet zeigte, beschlossen Löser, Baier und Hertrich eine Fahrt nach Schweinfurt. Dort sollten zumindest ab dem späten Nachmittag wesentlich bessere Wetterbedingungen herrschen. Erst nach drei Uhr nachmittags konnten sie schließlich starten und mussten auf dem ersten Flugschenkel nach Frankfurt feststellen, dass die einfließende Warmluft wohl doch nicht so gute Aufwinde produziert, wie vorhergesagt. Nachdem Baier sogar seine Hilfsturbine zünden musste, um überhaupt nach Schweinfurt zurück zu kommen, beschlossen Löser und Hertrich es mit dem Wind nach Osten zu versuchen. Dies lief anfänglich auch nicht schlecht, so dass beide es versuchen wollten, nach Bayreuth zu fliegen. Dort hatte der Regen inzwischen aufgehört und es gelang beiden spätabends in Bayreuth zu landen. Allerdings gelang keine Verbesserung der vortäglichen Ergebnisse. Die Vereine aus dem Norden und Westen Deutschlands haben jedoh genau das geschafft. Den Meisten gelangen schnellere Flüge und so mussten die Bayreuther zuschauen, wie sie in der Rundenwertung Stück für Stück nach unten durchgereicht wurden. Am Ende blieb nur Rundenplatz 18 mit mickrigen 3 Punkten.

Rundensieger wurde Aalen vor Blaubeuren und Königsdorf. Die Tabelle führt nun auch Aalen mit 95 Punkten vor Königsdorf und Donauwörth (punktgleich 91) an. Bayreuth muss mit 74 Punkten auf Platz 6 zufrieden sein.

In der World League langt diese Leistung nur für einen 59. Rundenplatz und einen Punkt. Die LSG steht weltweit damit nun auf Tabellenplatz 13 von 971.