Rundenbericht 12/2018

LSG rückt wieder an Tabellenspitze heran

Ferdinand Hauck

Endlich wieder ein Topergebnis für die Bayreuther Segelflieger! Mit Rundenplatz drei können 7 Punkte auf Tabellenführer LSR Aalen aufgeholt und der Abstand auf 10 Punkte verkürzt werden.

Schon am Samstag gelang den Bayreuthern ein gutes Zwischenergebnis, obwohl die Wetterbedingungen in Oberfranken nicht gerade vielversprechend waren. Langsam kämpften sich 5 LSG-Piloten nach Westen voran, um die am Horizont zu sehenden Wolken zu erreichen. Dies gelang den Piloten auch recht gut. Trotzdem konnten sie die 2,5 Stunden Wertungszeit nicht komplett im guten Aufwindband zwischen Würzburg und Dinkelsbühl fliegen, weil ein Heimkommen nach Bayreuth unerlässlich ist, um eine gültige Bundesligawertung zu erzielen. Teamkapitän Andreas Baier war froh, dass die beiden Bayreuther Teilnehmer an der in Lüsse, südlich von Berlin, stattfindenden Qualifikationsmeisterschaft zwei schnelle Flüge einreichen konnten. Mit diesen Wertungen von Alexander Müller und Uwe Förster aus Lüsse, zusammen mit Heiko Hertrich aus Bayreuth lag die Luftsportgemeinschaft schon am Samstag zwei Plätze vor Aalen.

Diese Flüge waren eine gute Grundlage für eine Verbesserung am Sonntag, weil man durch schnelleres Fliegen zwischen den Aufwinden ein höheres Risiko eingehen konnte, ohne bei einer Außenlandung gleich eine Nullwertung der gesamten Runde zu riskieren.

Mit dieser taktischen Einstellung begaben sich sieben Piloten an den Start. Viel Streckenauswahl ließ das Wetter dieses Mal nicht zu. Eindeutig gab der Nordwestwind und das Satellitenbild die Richtung vor: Zuerst gegen den Wind Richtung Coburg, dann so weit es ging mit dem Wind zum Bayerischen Wald. Wolfgang Clas und Friedhelm Lotte spielten die Pfadfinder, meldeten anfänglich gute Aufwinde bis Kronach und warnten die folgenden Segler auch vor schwächerer Thermik und niedrigeren Wolken ab Sonneberg.

Die inzwischen gestarteten Heiko Hertrich und Andreas Baier wendeten deshalb rechtzeitig und begannen den schnellen Flug nach Südosten. Mit einem Stundenmittel von 140 km/h haben sie die Donau bei Vilshofen sehr schnell erreicht. Aus taktischer Sicht vielleicht zu schnell. Weil dort die Thermik erkenntlich schwächer wurde, schlugen alle Bayreuther einen kurzen Flugschenkel gegen den Wind bis zurück nach Weiden ein, um dann den Rest der Wertungszeit wieder mit dem Wind zu fliegen. Sie erreichten Flughöhen bis 2500 Meter über dem Meeresspiegel konnten Aufwinde von über 4 Meter pro Sekunde für den Höhengewinn nutzen.

Die drei besten Piloten erzielten annähernd gleiche Ergebnisse. Andreas Baier (111,9 km/h), Friedhelm Lotte (111,5) und Heiko Hertrich (110,2) summieren die Vereinsleistung auf 333,6 km/h. Besser waren diesmal die Schwandorfer (340,5) und der LSV Schwarzwald (335,9). Da Tabellenführer Aalen mit 304,6 km/h nur Rundenplatz 10 erreichte, kann Bayreuth gut aufholen. Mit 177 Punkten liegt Aalen nur noch 10 Punkte vor Bayreuth. Auch Schwäbisch Gmünd (156 Punkte) muss nach Rundenplatz fünf zwei weitere Punkte auf Bayreuth abgeben.

International können sich noch zwei deutsche Zweitligisten sowie zwei US-Mannschaften vor Bayreuth auf Rundenplatz sieben setzen. Trotzdem ermöglichen die so erzielten 34 Rundenpunkte auch hier den Punktabstand zu Aalen (Platz 21, 20 Rundenpunkte), zu verringern. Aalen weist nun 321 Punkte auf, Bayreuth 308.